Ruhe in Frieden, MCA

Publiziert am von mellokat

Seine schwere Krankheit war ja seit Jahren bekannt, und doch hat man irgendwie gedacht, dass das schon alles wieder gut wird mit dem Mann. Zumal er ja mit seiner Band erst im letzten Jahr noch eine Platte herausgebracht hat. Die Band sind die Beastie Boys, und bei dem Mann handelt es sich um Adam Yauch alias MCA. Nach dreijährigem Kampf gegen den Krebs ist der New Yorker Hip-Hop-Veteran heute gestorben. Mit 47 Jahren.

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Drop Beats not Bombs

Publiziert am von mellokat

Die Tuning World Bodensee und damit die alljährliche Invasion gepimpter Kleinwagen mit seltenen Provinzkennzeichen rückt bedrohlich näher. Aber mit DEM Musikpanzer da kannste auch den aufgemotztesten Polo samt Subwoofer so richtig platt machen:

Gebaut hat das voll funktionsfähige Modell “Panzer”, das mit einer Leistung von 4.000 Watt aus 13 Lautsprechern feuert, der Berliner Künstler Nik Nowak. In einem kleinen YouTube-Filmchen zeigt er, wie damit Sound gemacht wird. Ach ja, fahren kann man mit dem Teil natürlich auch:

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Lied der Woche: SpectraSoul – Light in the Dark

Publiziert am von mellokat

Neues und gewohnt Gutes vom britischen Duo SpectraSoul, auf das wir hier ja schon mal anlässlich seines supergelungenen Adele-Remix hingewiesen haben. Die in wenigen Tagen erscheinende Vorabsingle aus dem kommenden Debütalbum der beiden steht dem in nichts nach und macht richtig Appetit auf den Longplayer. Ein offizielles Video gibt’s auch dazu, das wir hier auch gleich als Lied der Woche vorstellen. Da passt finde ich so ziemlich alles. Vor allem, weil bei aller Reduktion immer noch so ein spezieller Drive dahinter steckt, der das Ganze so besonders macht. Cool.

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Wieder da: Reclaim the Beats!

Publiziert am von bodenseebass


Nach dem tollen Comeback im letzten Herbst können wir ja gar nicht anders: Mit freundlicher Unterstützung von bodenseebass.com kehrt die 2010 eigentlich zu Grabe getragene Drum&Bass-Clubreihe “Reclaim the Beats!” noch ein weiteres Mal zurück ins Douala. Für eine Nacht. Und zwar am Samstag, den 17. März 2012.

Den alten Drum&Bass-Haudegen Double-L und Mellokat juckt es schon jetzt in den Fingern, und ein MC wird diesmal auch mit von der Partie sein. Aber nicht irgendeiner, sondern – und diese Meinung haben wir nicht exklusiv – der beste im Lande: MC Fava aus Freiburg, der sich trotz vollen Terminkalenders diesen Abend für einen Stopp im Douala freigenommen hat.
Was soll man sagen: Produzenten zerren ihn ins Studio, Partyveranstalter schwören auf seinen Flow und im Netz kursieren Mitschnitte seiner Liveshows mit den ganz Großen der DJ-Szene. Kein Wunder: Fava lässt jeder gern ans Mikrofon, weil er es einfach wie kaum ein zweiter drauf hat, mit einer dicken Portion Soul durch die Nacht zu führen und dabei die Party amtlich zu rocken.
Auf dem hinteren Floor heißt es dann wie eh und je bei “Reclaim the Beats”: Reggae, Reggae, Reggae! Diesmal am Start und ebenfalls altbekannt und bewährt: die Stuttgarter Rudeboys von Suzzlic Stereo.  Yeah, Baby!

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Vinylgeschichten: Die neue Tele Ski-Gymnastik

Publiziert am von mellokat

Kinder der 70er und 80er Jahre dürften sie noch kennen: die Gymnastiksendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Sei es die in zackigem Ton moderierten Aerobic-Shows oder gar – dem Zeitgeist folgend – die praktischen Breakdance-Einführungen für Jedermann. Der absolute Klassiker der kalten Jahreszeit und Prototyp aller Fitnessvideos war aber unangefochten die TV-Skigymnastik von und mit dem Sportschaumann und Wintersportexperten der ARD, Manfred Vorderwülbecke.
So klangvoll wie sein Name waren auch seine mit dezent-bayrischem Zungenschlag vorgetragenen Anleitungen. Als Zugpferd außerdem mit dabei: Rosi Mittermaier. Die sei, so wurde einem als Kind gesagt, mal Olympiasiegerin gewesen. Heute kennt man sie als regelmäßigen Bestandteil irgendwelcher RTL-Chartshows, in denen sie mit ihrem Mann Christian Neureuther von alten Abba-Songs schwärmen darf (“Ja, mei, des war schee”).

Doch zurück zur Tele Ski-Gymnastik: Hierbei ging es grob gesagt darum, sich ab Spätherbst per wöchentlichem Heimtraining fit für die kommende Skisaison zu machen. Begleitend zu den im Dritten ausgestrahlten Sendungen gab es auch Bücher und eben diese Schallplatte, die ich irgendwann in den Neunzigern auf einem Flohmarkt in die Hände bekam – und natürlich sofort zugriff.
Schon das Cover ist der Hammer: Die Hosts Vorderwülbecke und Mittermaier im feschen, schneeweißen Gymnastikoutfit, dahinter – leider ohne Beine hineinretuschiert – der für die Musik zuständige und über beide Ohren grinsende Max Greger. Bis auf diesen sympathischen Grafiker-Fauxpas gibt es aber am Artwork nix auszusetzen. Klassischer und unverkennbarer 70er Jahre Stil. Ein echter Hingucker, von vorne wie von hinten, wo der damalige Bundespräsident höchstpersönlich abgebildet ist. Und auf den Innenseiten des aufklappbaren Covers gibt es für den Heimeinsatz eine hilfreiche visuelle Darstellung der Übungen:

Also Platte auflegen und los geht’s zum Sound vom Greger-Max. Der groovt sich mit seinem Orchester durch die Trainingselemente, die mit zünftig-elanvollen Namen wie “Zwei Brettl im Schnee”, “Jumping in the Snow”, “Winter auf der Alm” oder “Happy Skier” betitelt sind. Swingender Big-Band-Style, der einem die Bilder der TV-Show noch einmal vor das innere Auge holt. In seinem Fernsehstudio hatte Vorderwülbecke immer eine bunte Crew in Trainingsanzügen um sich geschart: neben Ski-Promis wie Mittermaier/Neureuther gewöhnliche Leute aller Altersgruppen, von artigen Kindern über gemütliche Familienväter bis hin zu rüstigen Senioren. Sie alle machten – dauerlächelnd und niemals schwitzend – die einzelnen Übungen vor, die im heimischen Wohnzimmer pflichtbewusst vor der Glotze nachgeturnt wurden. Oder auch nicht, je nachdem. Immer dazu gehörten auch kurze Filmchen mit Benimmregeln für die Piste. Ein lustiges Kerlchen namens “Fuzzy, der Pistenschreck” sollte dem Zuschauer eigentlich zeigen, wie es nicht geht, hatte aber mit seinem Didi-Hallervorden-Flavour trotzdem die Lacher stets auf seiner Seite.

Doch im Prinzip war das alles nur ein langes Warmup für das tatsächliche Highlight zum krönenden Abschluss einer jeden Episode: die Kamerafahrt über eine Weltcup-Abfahrtspiste. Für die solche simplen Effekte noch zu würdigen wissende damalige TV-Gemeinde hieß das: Tief in die Hocke gehen, federn, schanzen, Kurven kratzen. Während der anstrengenden Trockenübung trugen einen die schnellen Greger-Beats schwungvoll dem virtuellen Tal entgegen, während ein geduldiger Vorderwülbecke – der Traum von einem Sportpädagogen – aus dem Off Durchhalteparolen skandierte und auch für den ungelenkigsten Sofasportler noch aufmunternde Worte fand – nie autoritär, sondern stets sanft und väterlich. Die letzten Meter, dann die Zieleinfahrt. Geschafft! Noch ein paar abschließende Lockerungsbewegungen zu “Zwei Brettl im Schnee”, dann war die Gymnastikstunde zu Ende.
Auf der Platte verabschiedet sich Vorderwülbecke an dieser Stelle mit den Worten: “Vielen Dank fürs Mitmachen. Entspannen Sie sich und testen Sie zwischendurch auch einmal unser Trainingsprogramm auf der A-Seite.” Im Fernsehen lief danach Bonanza.

  • Faktencheck:
    Titel:
    “Die neue Tele-Ski-Gymnastik”
    Label: Polydor
    Pressung:
    1977
    Bezugsquelle:
    Flohmarkt
    Genre:
    Gymnastik-LP
    Platz im Plattenregal:
    zwischen “Timm Thaler” Soundtrack und Easy-Listening-Sampler
    Nerd-Faktor:
    hoch
    Angeber-Faktor:
    mäßig
    Musikalischer Anspruch:
    variiert
    Anspieltipp:
    “Downhill”
    Wert laut discogs.com:
    Ohne Angabe. Amazon meint: “Derzeit nicht verfügbar. Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt.” Dann aber bei eBay gesichtet für 4,99 Euro per Sofortkauf.
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Lied der Woche: Dub Phizix & Skeptical – Marka

Publiziert am von mellokat

Nicht superneu, aber noch frisch genug: das Ende 2011 veröffentlichte “Marka” von Dub Phizix, Skeptical und Strategy. Bin jetzt erst auf das Indianervideo gestoßen.

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Tatort Bodensee

Publiziert am von mellokat

“Eines geht mir aber wirklich auf die Nüsse: diese ‘Tatort’-Sache. Das ist das neue Ding, was wir coolen Leute seit einiger Zeit schauen müssen. Eine Art neue Spießigkeit. Ich finde diese Krimis furchtbar altbacken und öde. Nichts ist schlimmer als der Satz: “Der beste ‘Tatort’ ist der Münsteraner.

Diese bösen Worte hat kürzlich Sarah Kuttner (Ex-VIVA und so weiter) im Spiegel zu Protokoll gegeben. Ob das Gemotze zitierwürdig ist, sei dahingestellt, aber auf diese elegante Weise sind wir wenigstens gleich beim Thema. Wobei, den letzten Teil des Kuttner-Disses unterschreib ich glatt. Kann ich mir nicht geben (Liefers). Und übrigens auch nicht den Leipziger (Thomalla) und bald den Hamburger (X-Ohrküken).
Obwohl, wie schon an anderer Stelle kommentiert, der Konstanzer Tatort leider meist auch nicht gerade zu den Glanzlichtern der Reihe zählt, sollten wir coolen Leute heute trotzdem die Glotze einschalten, wenn in der Episode “Schmuggler” wieder am Bodensee ermittelt wird. Diesmal geht’s um krumme Geschäfte am Zoll. Und wie der Lokalpresse zu entnehmen ist, hat der Ravensburger Regisseur Jürgen Bretzinger bei der Gelegenheit auch wieder einige bekannte Nasen aus den Region vor die Kamera gelassen.

Den Trailer gibt’s hier.

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Lied der Woche: Profit – Two Edged Sword

Publiziert am von mellokat

Um hier wieder ein bisschen Schwung reinzukriegen, gibt’s jetzt zunächst mal frisches Futter für unsere Lied der Woche Rubrik. Oben zu sehen und zu hören: “Two Edged Sword” von der gleichnamigen 4-Track-EP von Profit.
Erschienen ist das Ganze übrigens auf dem sympathischen “Have-A-Break”-Label, für das ja auch Kollege Enea bereits den einen oder anderen Tune gemacht hat. Hinter Profit verbirgt sich ein Berliner Produzenten-Duo, das sich unter dem Namen “Dub Tao” in Drum&Bass-Kreisen schon einen guten Namen gemacht hat.
Für ihr neues Projekt schalten die beiden ein paar Gänge zurück und liefern unter anderem diesen hittauglichen Downtempo-Blockbuster aus der großen Schublade des Dubstep ab, der mit Warrior Queen und dem unverwüstlichen Dub-Fossil Lee “Scratch” Perry auch noch richtig prominente Feature-Gäste am Start hat.

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Neuer Laden: Koi Club

Publiziert am von mellokat

Nachdem ich jetzt schon ein paar Mal an den Plakaten vorbeigefahren bin und außer “Koi Club irgendwas” nichts Genaues entziffern konnte, nun die Auflösung: Ein neuer Club für Ravensburg, Eröffnung an diesem Wochenende. Und zwar in den altehrwürdigen Gemäuern des “Bours” in der Jahnstraße 104.
Zumindest das Musikprogramm fürs Opening Weekend liest sich nicht übel:

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Wo warst Du, als Freddie Mercury starb

Publiziert am von mellokat

Wo warst du eigentlich, als Michael Jackson starb?

Seltsamerweise ist diese Frage nach dem Tod vom Jacko ja zu einem Symbol dafür geworden, wie man heutzutage große Ereignisse aufnimmt und verarbeitet. “Wo warst du, als Michel Jackson starb, wird man noch in zehn Jahren fragen”, waren sich deshalb auch manche Medien sicher. Na, dann schaun mer mal.
Genau heute vor zwanzig Jahren, als Freddie Mercury starb, spielte diese Frage jedenfalls noch überhaupt keine Rolle. Die Welt tickte in dieser Prä-Echtzeit-Ära einfach noch etwas langsamer. Deshalb könnte ich heute auch gar nicht mehr sagen, wo ich denn damals war. Aber ich weiß wohl noch, wo ich es erfahren habe. Nix Twitter, nix Facebook, nix SMS, ganz schnöde per Mundpropaganda auf dem Schulhof, vorm Schwimmunterricht: Ey, Freddie Mercury ist tot. Ach was? Ja! Oh. Zuhause dann das volle Programm auf MTV. Ich glaube, die haben 48 Stunden lang nur Queen-Videos gespielt damals. Heute würden sie wohl nicht mal bei Ausbruch des 3. Weltkrieges ihren Mist unterbrechen. Aber damals war es das Nonstopthema bei Steve Blame und Co. Kurt Cobain mag zwar bekanntermaßen als “der erste MTV-Tote” gelten, aber für mich war es – wenn auch in einem ganz anderen Sinne – eindeutig der Freddie.

Es gab dann ja auch dieses Mega-Tribute-Konzert im Londoner Wembley-Stadion, live übertragen im Radio und TV (ich hab das noch auf Tape irgendwo im Keller!) mit allem, was damals so angesagt war: von Guns’N'Roses über George Michael bis … Oh weh, über diese Keywords freut sich jetzt aber das Google-Ranking dieses Blogs, und zugegeben: Musikalisch gesehen passen Queen mit ihrem bombastisch-schwülstigen Stadionrock ja hier so gut rein wie Schminktipps oder Formel-1-Berichte. Und auch mein persönliches Verhältnis zu Queen war doch eher von neutraler Natur. Ehrlich gesagt bin ich auch noch nie einem richtigen Fan begegnet – außer meinem damaligen Musiklehrer, der es nach den Beatles dann fast noch geschafft hätte, mir auch das Queensche Repertoire durch Dauerbeschallung lebenslang so richtig zu versauen. Aber im Gegensatz zu den Beatles (war ein Geschenk) habe ich keine einzige Queen-Platte im Schrank, fällt mir gerade so auf.

Aber Zeitgeschichte ist eben Zeitgeschichte. Und deshalb als unser Beitrag zum Thema des Tages auch an dieser Stelle: Ruhe in Frieden, Freddie.
Dazu hätte jetzt ja als Lied der Woche ein schöner geschmackvoller Queen-Remix gepasst, aber find’ da mal auf die Schnelle einen. Vielleicht gibt’s davon bald ja ne Menge, denn pünktlich zu Freddies 20. Todestag gibt es einen “Don’t stop me now”-Remixcontest für alle Hobbyproduzenten .
Bis da was Gescheites kommt, gibt’s jetzt eben “Under Pressure”, was man vielleicht als einen meiner Queen-Favoriten bezeichnen könnte, gesungen von Annie Lennox und David Bowie beim oben genannten Tribute-Konzert von 1992:

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